Sonntag, 8. Juni 2008
Söldner - Männer ohne Scheu und Adel
Sonntag, 1. Juni 2008
"The teacher who walks in the shadow...
'THE PROPHET' by KAHLIL GIBRAN, New York, 1923
Donnerstag, 29. Mai 2008
Pragmatismus
Ideen an sich haben für den Pragmatismus wenig Wert. Was zählt, ist ihre Wirkung in der Praxis. Der Pragmatismus glaubt nicht an endgültige, allgemeinverbindliche Wahrheiten, er kennt nur vorläufige Wahrheiten. Schon die nächste Erkenntnis kann die jeweilige Wahrheit wieder verändern. Deshalb lautet die Maxime des Pragmatismus: „Gib gemachte Vorstellungen auf!“
Der Pragmatismus ist also das direkte Gegenstück zum ideologischen Denken, das gekennzeichnet ist von der Fixierung auf eine Idee, vom Primat des Willens vor dem Intellekt, vom Sichverschließen vor der Realität.
Dienstag, 27. Mai 2008
Geist
Man kann diese Aussagen über den Menschen aber durchaus auch auf den Mikrokosmos eines Unternehmens übertragen. Was die Philosophen beim Menschen das Leibfundament nennen – seine materiell-sinnliche Seite mit seinen physischen Grundbedürfnissen – sind beim Unternehmen die materiellen Ressourcen:
die Produktionsmittel,
die Firmengebäude,
die logistischen Systeme und
die Mitarbeiter als solche – alles, was ein Unternehmen zum Funktionieren auf der praktischen Ebene braucht.
Und wie beim Menschen zum Leben in einer geordneten Existenz die Steuerung und Organisation durch den Nous, den Geist, gehört, so steht und fällt auch die Existenz eines Unternehmens mit der Steuerung, Planung und Organisation durch die Intelligenz, die Vernunft, den Geist.
Montag, 26. Mai 2008
Schwarmintelligenz
Mehr Handlungskompetenz der Mitarbeiter, autonome Teambildung zur Problemlösung und spontane Kooperationsfähigkeit gewinnen an Bedeutung – all dies natürlich im Rahmen verbindlicher Grundregeln. Eine solche „Swarming Organization“ ist hoch dezentralisiert, dynamisch, nicht linear und adaptiv.
Die Teams bilden sich eigenverantwortlich und wählen auch die Werkzeuge, die sie in der konkreten Situation zur Erfüllung ihrer Ziele brauchen. Swarming Technology als Vorbild für eine hoch angepasste Businessstrategie im Wissenszeitalter.
Aus: ZeitGeist 1/2006, Andreas Neef: „Schwarmintelligenz als neues Leitbild für die Evolution sozialer Komplexität“
Sonntag, 25. Mai 2008
Komplexität
Die Dinge einfacher zu machen, wie vielfach gefordert wird, ist der Versuch, auf einer Glatze Locken zu drehen, denn „einfach“ ist nicht der Gegenpol zu komplex. Einfach ist der Gegenpol zu kompliziert.
Managing Compexity heißt: komplexe Sachverhalte und Situationen an Hand ihrer Strukturen und Zusammenhänge durchschauen und dadurch zu erfolgreichem, sinnvollem Handeln fähig sein.
Samstag, 24. Mai 2008
Flow – müheloses Aufgehen im Tun (aus: ZeitGeist 1/2006)
Kinder kennen das In-sich-Versunkensein vom Spielen, für Sportler ist es das wünschenswerte Optimum. Wissenschaftler nennen den Zustand „Flow“ (von englisch fließen, schweben).
Einer, der ihn erforscht hat, ist der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi, Direktor des Quality of Life Center und Professor an der Claremont Graduate University in Kalifornien. Er erkannte, dass wir den Flow-Zustand nur selten beim Nichtstun oder im Urlaub erreichen, sondern vielmehr dann, wenn wir uns intensiv einer Arbeit oder schwierigen Aufgabe widmen. Auf Knopfdruck lasse er sich nicht abrufen, man könne allerdings die Voraussetzungen schaffen. Csikszentmihalyi identifizierte mehrere Kriterien, die dieses Phänomen charakterisieren, aber nicht alle zugleich auftreten müssen:
• Wir sind fähig, uns auf unser Tun zu konzentrieren, sind nicht abgelenkt und lassen uns nicht ablenken.
• Wir sind der Tätigkeit hinsichtlich unserer Fähigkeiten gewachsen. Es besteht eine Herausforderung, die jedoch nicht zu anspruchsvoll sein darf.
• Die Tätigkeit hat klare Ziele und wir wissen, wie diese zu erreichen sind.
• Die Tätigkeit ermöglicht unmittelbare Rückmeldung (richtig/falsch).
• Wir haben das Gefühl von Kontrolle über unsere Aktivität.
• Unsere Sorgen um uns selbst verschwinden. Dies kann als Ausweitung des Selbst über die Körpergrenzen hinweg erlebt werden. Es ist keine Zeit für Selbsterforschung – wir sind einfach.
• Unser Gefühl für Zeitabläufe ist verändert. Die Zeit scheint schneller zu vergehen oder stehen zu bleiben.
Diejenigen, die den Flow-Zustand erfahren haben, schildern ihn auf ganz unterschiedliche, oft gegensätzliche Weise: als Leichtigkeit, als Gefühl von Freiheit, Frieden, der Ruhe, als Gefühl des Losgelöst- oder Einsseins, als überraschendes Wohlgefühl, Fließen, Automatismus, Kraft, Ehrfurcht, Kontrolle, Ekstase, Im-Augenblick-Sein, als veränderte, übernatürliche Wahrnehmung oder ganz einfach als mystische Erfahrung. Ihnen allen gemein sei, so Csikszentmihalyi, dass Denken, Fühlen und Wollen in Übereinstimmung war, während sie der Tätigkeit nachgingen. Und wer einmal in diesen Zustand gelangt sei, werde ihn auch ein zweites Mal erleben – und immer wieder, betont er weiter.
Aus: ZeitGeist 1/2006
Freitag, 23. Mai 2008
Motivation
Die Motivationspsychologie stellt fest:
In lebensbedrohenden Notsituationen motivieren der reine Überlebenswille und die angeborenen Instinkte den Menschen zum Handeln.
Unter normalen Bedingungen sind zwei psychische Faktoren unabdingbare Voraussetzung für das Entstehen von Motivation: Identität im Sinne eines gesunden Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls und das Gefühl der Autonomie, der Fähigkeit und Möglichkeit zu selbständigem und selbstverantwortlichem Handeln.
Donnerstag, 22. Mai 2008
Kybernetik ( Norbert Wiener)
Das Hauptinteresse der Kybernetiker gilt der Navigation, die dynamischen, selbstregulierenden Systemen dazu dient, ein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und ein vorgegebenes oder immanentes Ziel zu erreichen.
Kybernetes bedeutet im Griechischen „Steuermann eines Schiffes“. Platon benutzte diesen Begriff, wenn er vom „Mann am Steuerruder einer Regierung“ sprach. Der Apostel Paulus versuchte mit diesem Begriff „die Fähigkeit zu leiten“ zu beschreiben.
Der amerikanische Mathematiker Norbert Wiener gilt als Begründer der Kybernetik als wissenschaftliche Disziplin. Heute behandelt man die Themen der Kybernetik in der Systemtheorie, in der Technik unter der Bezeichnung Regelungstechnik sowie in den Geisteswissenschaften und der Psychologie unter dem Begriff Systemik.
Mittwoch, 21. Mai 2008
Synergie
Einzeln angeschlagen sind sie eigenständige, klar erkennbare Töne, die sogar in ihren Schwingungen physikalisch gemessen und definiert werden können. Zusammen angeschlagen bilden sie einen Dreiklang, der eine ganz andere und neue Qualität besitzt: Das Ganze ist mehr und etwas anderes als die Summe seiner Teile.
Sonntag, 8. Juli 2007
For english readers :
Julius Lengert : A man of many trades...
:: philosopher and cultural anthropologist
:: journalist
:: longtime consultant to the Siemens design center
:: lecturer
:: ghostwriter and playwriter
:: performer
|VITA| Julius Lengert
Born at Eversmeer/Aurich
Education
:: Ubbo Emmius Gymnasium, Leer
:: Ulricianum, Aurich
:: Westfälische Wilhelms Universität, Münster
:: Eberhard Karls Universität, Tübingen
:: Ludwig Maximilians Universität, München
Studies
:: German and English Literatur, Communication Sciences,
:: Political Sciences, American Studies, Philosophy and
:: Cultural Anthropology
Thesis
:: Die Zukunftsgesellschaften von gestern: Utopische Experimente im 19. Jahrhundert in den USA.
Postgraduate activities
:: Lecturer at NYU, New York, N.Y. German Department
:: New School of Social Science
:: non immatriculated guest to the lectures of Hannah Arend
Profession
:: editor at EUROMED, a German medical magazin:
:: department socio-cultural developments, profession politics
:: editor at Playboy Germany, department literature and articles
:: consultant to Siemens Company department of Design and Corporate Communication
Guest lecturer at
:: Ludwig Maximilians Universität, München(Philosophy, American Studies), München
:: Industrial Design, Schwäbisch Gmünd
:: Industrial Design, München